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Freie Sicht ins Rheintal!

 

 

Rede aus Anlass der Enthüllung des Gipfelkreuzes auf Kölns höchstem, natürlich gewachsenen Punkt, 118,04 Meter (ü.NN) gehalten von Reinhold Kruse, Sektion Rheinland-Köln des Deutschen Alpenvereins (DAV), gegründet 1876,
Sonntag, 20. Mai 2001

„Es ist leider wahr, Kölns höchster Punkt liegt nicht auf verrückten 111,11 Meter über Normal-Null, wie es alle erwartet hatten, sondern auf 118,04 Meter ü.NN. Schade!. Oder solle m´r 6,93 Meter vom Gipfel abtragen?!?!? Meine sehr verehrten Festgäste, liebe Wanderer, Radfahrer, Reiter und Hochalpinisten,

wenn es um die Erreichung hoher und höchster Punkte der Erdoberfläche geht, ist der Alpenverein oft dabei. Die Sektion Rheinland-Köln des Deutschen Alpenvereins, hier in Köln 1876 gegründet, feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Ihre Mitglieder steigen sommers und winters auf Berge, vornehmlich in den Alpen. Sie halfen seit der ersten Stunde des Vereinslebens mit, die Alpen für den Besucher zu erschließen. Sie legten Wanderwege an und bauten Unterkunftshütten. Heute ist der Schutz der Bergwelt neben der Ausbildung hin zu einem sicheren Gehen und Klettern in und an den Bergen der Welt erklärtes Ziel des Alpenvereins.

Es war naheliegend, dass der Alpenverein in das hier und heute zu feiernde Ereignis einbezogen wurde. Als Vertreter der Sektion Rheinland-Köln danke ich den Initiatoren dieses Projektes dafür, dass er nicht den Kölner Zweig des Eifelvereins, des Westerwaldvereins oder gar des Sauerländischen Gebirgsvereins als Partner für das Projekt "Gipfelmarkierung" ausgewählt hat, sondern eben den Alpenverein. Dankeschön! Wer Achttausender besteigt, wird mit einem 118-Zehner allemal fertig, muss der Kurzschluss der Initiatoren gewesen sein. Und ich kann sagen, sie wurden bei der Begleitung, Beratung und finanziellen Unterstützung des Projektes nicht enttäuscht. Der Weg hier herauf ist angelegt und markiert, das "Gipfelkreuz" aufgestellt. Nun geht es nur noch darum, das neue Ziel für die Touristenströme ´bekannt zu machen.
Der Bau einer Schutzhütte an dieser Schwelle bzw. Stelle wird die nächste große Aufgabe des Alpenvereins sein. Und auch auf den Schutz dieser Schwelle bzw. Stelle wird der Verein ein besonderes Augenmerk werfen.

Meine sehr geehrten Zeugen dieses historischen Moments:Die Japaner haben ihren Fudschijama, die Tibetaner und Nepalesen den Tschomo Lungma (Mount Everest) und den Kailasch, die Ureinwohner Australiens ihren Uhuru (Ayers Rock). Es sind dies heilige Orte des Landes, sie sind der Sitz der Götter. 

Die Kölnerinnen und Kölner haben seit heute ihren Monte Troodelöh. Wird auch er sich zu einem neuen bemerkenswerten, gar göttlichen Platz entwickeln und möglicherweise dem hohen Kölner Dom den Rang ablaufen? In nicht ferner Zukunft wird man vielleicht von dem heutigen Tag als dem Tag, an dem der Kölner den Troodelöh-Pilgergang ins Leben rief, sprechen. So wird es dann möglicherweise in den Geschichtsbüchern, in den Kölner Stadtführern geschrieben stehen. 

Eine von der BBBank eG Köln gestiftete Bank lädt schon jetzt zum Verweilen und Genießen der frischen Waldesluft ein. Die Tageszeitung „Köln extra“ und „Dom Kölsch“ spendieren uns heute die Musik – ich bin sicher, dass die Jazzcats ihr Gehör erfreuen werden. Ein Applaus bitte! Angefragt war auch die Hobby-Alphornbläsergruppe Bergheim, die in einem überaus freundlichen Antwortschreiben, bedauerte, ausgerechnet heute zum 90-sten Geburtstag des des Vereinsgründers blasen zu müssen, und daher absagen musste. Sie lässt alle "Bergler" herzlich grüßen. Die Bronzeplakette wurde von der Sektion Rheinland-Köln des DAV gestiftet. Die logistische Vorbereitung des heutigen Tages leisteten neben dem Alpenverein die Erstbesteiger und der Redakteur der Mitarbeiterzeitung der Stadt Köln, „stadt intern“. Zu besonderem Dank verpflichtet sind wir hier Fred Meurer, Christof Krautwig, Wolfgang Krause, Norbert Bittner, Wolfgang Haas, Norman Zey und Karl-Josef Brodesser.

Jetzt fehlt von hier nur noch die freie Sicht ins Rheintal und die Aussicht opp d´r Dom. Deshalb rege ich an: Lasst uns einen Aussichtsturm errichten, der über die Wipfel der Bäume reicht und den Blick in den Westen freigibt!

Ich danke Ihnen für diese bewegenden Gipfelminuten.

Alaaf und Berg Heil.

PS:
Wer sich über die Sektion Rheinland-Köln informieren möchte, kann bei mir Informationsmaterial erhalten.

Reinhold Kruse, Schillstraße 7, 50733 Köln

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